Break-Even-Point - So funktioniert die Berechnung
05.02.2020
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Der Break-Even-Point (auch: Nutzen- oder Gewinnschwelle) beschreibt den mathematischen Punkt, bei dem die Kosten und der Erlös genau gleich hoch sind. Die Berechnung dieses Punktes ist die grundlegende Vorgehensweise jedes Betriebes. Da Erlös und Kosten genau deckungsgleich sind, entsteht weder Gewinn noch Verlust. Der Deckungsbeitrag aller verkauften Einheiten ist exakt gleich hoch wie die Fixkosten. Anders ausgedrückt: Wer unter dem Break-Even-Point produziert macht Verluste, wer darüber produziert macht Gewinne.

Die Berechnung
Durch die Break-Even-Analyse kann ermittelt werden, bei welcher Umsatzhöhe alle Kosten gedeckt sind. Man spricht dabei vom Mindestabsatz. Damit man die Break-Even-Analyse vornehmen kann, müssen die Gesamtkosten in Fix- und variable Kosten aufgeteilt sein.
Beim berechnen des Break-Even-Points geht es darum, herauszufinden, bei welcher Menge der Gewinn gleich Null ist.
Erlös minus Kosten = Null
Umgestellt ergibt das die Gleichung:
Erlös = Kosten
Dies kann auch graphische dargestellt werden, indem man die Kurve der Erlösfunktion und der Kostenfunktion in einen Graphen einzeichnet. Die Funktion des Erlöses ergibt sich der abgesetzten Menge und des Verkaufspreises:
Erlös = Menge mal Verkaufspreis
Die Gesamtkostenfunktion ergibt sich aus der Addition der Fix- und variablen Kosten:
Gesamtkosten = Fixkosten plus variable Kosten
Die Schnittstelle der beiden Funktionen in der Grafik zeigt den Break-Even-Point. Durch das Abziehen der variablen Kosten pro Stück vom Stückpreis kann der Deckungsbeitrag herausgefunden werden.

Amortisationsdauer
Mit der Schätzung der erwarteten Absatzmenge und dem Break-Even-Point kann beurteilt werden, nach welchem Zeitraum sich ein Investment auszahlt. Bzw. wie lange es dauert bis Gewinne abgeschöpft werden können. Diese Zeitspanne ist auch als Amortisationsdauer bekannt.
Interpretation
Der Break-Even-Point kennzeichnet den Mindestumsatz und hat eine Signalfunktion. Fällt der Umsatz und nähert sich dem Punkt, signalisiert das dem Unternehmer, dass er handeln muss:
- • Verkauf anregen
- • Fix- und variable Kosten senken
- • Produktion eines Artikels einstellen
- • Produktion stilllegen (Extremsituation)
Mithilfe des Break-Even-Points kann ein Unternehmen Gefahren und Schwierigkeiten früher erkennen. Bei der Neugründung einer Firma, ist er ausserdem hilfreich um abzuschätzen zu welchem Zeitpunkt diese Gewinne erzielt. Letzteres ist unter anderem für potentielle Geldgeber (Banken, Investoren) interessant.